Organizer

Den Organizer, den ich euch heute vorstellen möchte, hat
Iris mal zum Geburtstag von Lilith geschenkt bekommen. Mir hat er so sehr
gefallen, dass ich ihn nachgebaut habe. 
Für den Organizer braucht man im Wesentlichen dieses
Material:
Zuerst befreit man die Hängeregistertasche von den
Metallstäben und schneidet die Verbindungslaschen ab. Die Mappe ist dann ca. 48
cm breit  x 32,8 cm hoch.
Von beiden Seiten falzt man die Tasche dann jeweils bei 12,0
cm – 12,4 cm – 12,8 cm. So entstehen 2 Flächen, jeweils innen und außen auf den
Flügeln sowie in der Mitte, die nun gestaltet werden.
Für die Flügel-Flächen innen und außen habe ich Designpapier
zugeschnitten in den Größen 10 x 30,5. Das heißt, ich habe die volle Höhe des
Designpapiers benutzt. Für die Mattung habe ich Cardstock in der Größe 10,5 x
31,0 verwendet. Da ich nur 12“-Cardstock hatte, habe ich den Cardstock in der
Mitte geteilt und einen Streifen andersfarbigen Cardstocks dazwischen montiert.
Dazu habe ich provisorisch auf der Rückseite alles mit Tesa befestigt.
Designpapier noch nicht auf die Matten kleben, falls noch Laschen angebracht
werden sollen.
Dann werden die Außenseiten gestaltet. Ich habe das
Designpapier mit verschiedenen Stempeln beglückt. Hier seht ihr das Ergebnis
der rechten Seite.
Dann werden die inneren Seiten gestaltet. Hier hat man freie
Wahl; was auch immer man unterbringen möchte, kann mit Taschen, Laschen,
Klammern etc. befestigt werden. Ich habe für die linke Seite zwei Taschen zum
Einstecken kleiner Notizzettel gearbeitet. Dazu habe ich Designpapier in ca. 9
x 13 cm geschnitten und auf den langen Streifen Designpapier geklebt – eins
oben und eins unten. Danach habe ich noch Dreiecke geschnitten, die ich
passgenau drauf geklebt habe – diesmal mit Washi-Klebestreifen. Die kleinen
Notizzettel sind 7 x 10,5 cm große Stücken Karteikarte; ich habe die Seite für
Seite bestempelt.
Für die rechte Seite habe ich drei Elemente vorgesehen: eine
Tasche für Lesezeichen, einen Stiftehalter und einen Abreiß-Notizblock.
Für den Stiftehalter habe ich einen Streifen Stoff (ich
hatte Alcantara-Reste) mit einer Ziernaht versehen. Diesen habe ich dann
zunächst in einer Schlaufe an den Designpapierstreifen (10 x 30,5 cm; siehe
oben) festgeklammert und danach mit starkem Leim (ich habe Buchbinderleim
verwendet) aufgeklebt. Das kann man hoffentlich auf den Fotos erkennen.
Danach habe ich den oberen Teil des rechten inneren Flügels
gearbeitet. Hier habe ich einfach zwei Dreiecke gegeneinander mit Washi-Tape
aufgeklebt; darein kommen dann die selbst gemachten Lesezeichen (etwa 6 x 12 cm
groß).
Unten rechts soll dann der Notizzettelblock hin. Ich habe
ca. 50 Zettel 9 x 15 geschnitten (dickes, weißes Papier) und einzeln mit einem
Linienmuster bestempelt. Die Papiere werden dann zu einem Block gestapelt. Vorn
und hinten habe ich jeweils in derselben Größe ein Stück eines weiteren
Hängeregisters genommen. Da kann man entweder bedruckte Teile auswählen, wie
ich das gemacht habe, oder man nimmt leere Flächen und bestempelt/gestaltet sie
nach eigenem Gusto. Zur Sicherheit habe ich dann vorn und hinten jeweils noch
ein Schutzblatt angebracht (sollte nicht ganz bis zum zu klebenden Blockrücken
reichen). Diese Blätter schützen den Block dann, wenn die Blätter als Stapel in
Klammern oder Zwingen gezwängt werden, denn nun muss der Block passgenau
bleiben. Der Rücken wird angeraut und mit Buchbinderleim bestrichen. Danach
noch ein Stückchen Stoff drauf pappen, fest andrücken und gut trocknen lassen.
Im Internet gibt es Anleitungen, wie man so etwas machen kann, falls das hier
nicht verständlich sein sollte. Ihr könnt euch auch hier auf der Seite von
Liliths Anleitung unter „Ein kleiner, feiner Notizblock“ inspirieren lassen.
Der Notizzettelblock wird dann auf eine Mattung (9,5 x 15,5
cm) geklebt. Er soll schließlich mit einer Lasche(wie beim Stiftehalter) auf
dem Organizer befestigt werden. Dazu dann genau abmessen, wie lang die Lasche
auf die Rückseite ragt und dies kennzeichnen und die Lasche dann passgenau am
Rücken ankleben. Der Rest baumelt erst mal nur noch rum und wird später noch
mit einem Klettverschluss versehen.
Zur Gestaltung des Innenteils habe ich ein Stück Graupappe zugeschnitten
(21,5 x 31,8 cm), diese mit Acrylfarbe angestrichen und noch mal mit Klarlack
überzogen. Den unteren Rand habe ich mit Schattenstempeln bestempelt. Ich habe
dazu StazOn  verwendet. Weiterhin habe
ich mir in Excel einen Kalender zurecht gefriemelt, in welchen ich alle
Feiertage und schon einige Geburtstage vermerkt habe. Kalender und Pappe werden
gelocht. Wichtig: wenn ihr links oder rechts recht dicke Elemente verwendet,
dann sollten die am unteren Teil angebracht werden und nicht mit dem Kalender
auf gleicher Höhe sein, da sich die Mappe sonst schlechter schließen lässt. Ein
Ausweg hier wäre, die Falzung der Pappe (siehe ganz oben) zu verbreitern. Nun
einen Aktendulli/Heftstreifen an der Pappe befestigen, die Pappe selbst auf den
Organizer aufkleben (ich habe die Pappe ganzflächig mit Buchbinderleim
eingestrichen und nach dem Positionieren der Pappe auf dem Organizer einige
Bücher aufgestapelt, damit nichts verrutscht, sich nichts verzieht oder so) ,
den Kalender anbringen sowie die Rückseite bekleben.
Zum Schluss wird noch der Verschluss hergestellt. Dazu habe
ich aus Cardstock 8 Kreise ausgeschnitten (ca. 2,3 cm im Durchmesser). Je zwei
davon habe ich gegen einander geklebt (so wird das stabiler), so dass ich vier
Paare übrig hatte. Je zwei davon habe ich dann mit einem Eyelet verbunden. Als
Abstandshalter habe ich eine Unterlegscheibe verwendet. In einer dieser
Konstruktion habe ich gleich einen Faden mit verklemmt (Unterseite, also dort,
wo das Eyelet verquetscht wird, damit man das dann nicht sieht). Die beiden
Teile dann außen links und rechts auf den Organizer kleben und mit dem Faden
verschließen.
Vielleicht baut ja mal die eine oder andere den Organizer
nach – das würde mich sehr freuen. Und falls ihr Fragen habt, weil ich in
dieser Anleitung nicht alles so ausführlich schreiben konnte, oder einfach,
weil es unverständlich war *lach*, dann könnt ihr euch gerne bei mir melden.
Liebe Grüße
Kerstin

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